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21.05.2010

Ferien privat buchen: So vermeiden Sie böse Überraschnungen

Von Andreas Kunze, Ftx

Damit der Urlaub gelingt, sollte bei der Auswahl des privaten Ferienhauses einiges beachtet werden.

Damit der Urlaub gelingt, sollte bei der Auswahl des privaten Ferienhauses einiges beachtet werden.

Ftx DÜSSELDORF. Ruhige Finca mit eigenem Pool und Meerblick statt Hotelzimmer mit Massenbetrieb: Anspruchsvolle Urlauber buchen ihre Reise bei Privatanbietern und sparen oft noch Geld dabei im Vergleich zu Hotelangeboten. Allerdings kann es einige böse Überraschungen geben – wie Sie sich davor schützen.


Ob in der Bretagne, Toskana oder Mallorca: Neben den Urlaubsangeboten von klassischen Reiseveranstaltern sind im Internet immer öfter teils sehr professionell gemachte Angebote von privaten Ferienvermietern zu finden, mal veröffentlicht von einem einzelnen Ferienhaus-Besitzern, mal von Agenturen, die sich auf private Ferienvermietung spezialisiert haben. Die Anbieter versprechen individuellen und komfortablen Urlaub fast wie im eigenen Ferienhaus.


Die Preise wirken auf den ersten Blick happig. Beispiel Mallorca: 300 Euro pro Tag für ein Ferienhaus in den gefragten Gegenden sind während der Hauptsaison üblich. Wenn aber dort z.B. zum Gesamtpreis von z.B. 2.000 Euro für eine Woche fünf Personen unterkommen, so ist das pro Person im Vergleich zur Hotelunterkunft eher günstig, selbst wenn man die Flugkosten hinzurechnet.


Vergangenheit einer Internetseite erforschen


Noch mehr als beim Urlaub vom Reiseveranstalter sind bei Privat-Ferien allerdings Reinfälle möglich. Lärmende Baustellen, defekte Fernseher oder verschmutzte Strände können überall verkommen - beim Pauschalurlaub kann man sich jedoch zumindest darauf verlassen, dass es ein gebuchtes Hotel gibt. Bei Privat-Ferien droht im schlimmsten Fall, dass das Ferienobjekt nur als Fotogalerie im Internet existiert. Bei der Ankunft vor Ort merkt der Urlauber dann, dass er übers Ohr gehauen wurde. Dann ist zumindest die Anzahlung verloren – und die Not groß, schnell eine Ersatzunterkunft zu bekommen.

Folgende Tipps können helfen, das Risiko zu minimieren


Internetseite: Eine Internetseite mit Phantasieobjekten und falschen Angaben im Impressum lässt sich von heute auf morgen ins Netz stellen. Wenn ein Anbieter als Einzelperson oder Agentur indes schon einige Jahre online ist, spricht das für eine gewisse Seriosität. Es ist unwahrscheinlich, dass jedes Jahr Urlauber geneppt werden, ohne dass Behörden gegen eine solche Seite vorgehen oder böse Kommentare dazu im Netz auftauchen.

Bei  www.archive.org lässt sich die Vergangenheit einer Internetseite teilweise über Jahre nachverfolgen. Über Internetdienste wie  www.internic.at lässt sich herausfinden, wer mit welchem Wohnsitz die Adresse registriert hat.

 
Telefonnummern: Bei einigen Anbietern von privaten Feriendomizilen tauchen nur ausländische Mobilfunknummern auf. Das ist einerseits wenig kundenfreundlich, denn Anrufe aus Deutschland sind teuer.  Vor allem aber könnte es sein, dass es sich um unregistrierte Mobilfunknummern handelt, deren Anschlussinhaber sich niemals ermitteln lässt. In Spanien ist z.B. erst seit 2009  Ausweiskontrolle auch bei Prepaid-Karten Pflicht. Besser daran dürfte der Urlauber sein, wenn der Anbieter Festnetznummern angibt, da dort schon immer die Personalien geprüft wurden.


Anzahlung: Dass der Urlauber eine Anzahlung von 20 oder 30 Prozent leisten soll, ist üblich. Wahrlich spanisch sollte es einem Verbraucher jedoch vorkommen, wenn ein Konto im Ausland genannt wird und der Kontoinhaber nicht dem Namen des Hauseigentümers oder der Agentur entspricht. Einige Anbieter verfügen über Konten in Deutschland, bei denen eine hiesige Identitätskontrolle stattgefunden hat. Für den Anbieter spricht es außerdem, wenn die Restzahlung vor Ort möglich ist – also erst dann, wenn der Urlauber die Schlüssel für das Ferienhaus wirklich in der Hand hält. Ftx


Schlagwörter:

Ferien, privat, Ferienhaus, Ferienwohnung, Fewo, Mallorca, Toskana, Erfahrungen



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