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Robin Buschmann, Giromatch: Crowdinvesting keine Spielwiese für unerfahrene Privatanleger

Von Robin Buschmann, Gründer und Geschäftsführer der Frankfurter Banking-Plattform Giromatch

„Scheitert das Unternehmen, können Sie Ihr Geld verlieren“: Unter diesem Titel veröffentlichte die Verbraucherzentrale Hessen (VZ Hessen) am 23. Oktober 2017 auf ihrer Webseite eine Warnung an Verbraucher vor Crowdinvesting-Projekten. Der Grund: Dem Anleger droht ein Totalverlustrisiko.

Während Crowdfunding eher eine Spendenpraxis bezeichne, stünde beim Crowdinvesting ein Zinsversprechen im Fokus der Anleger, heißt es in der Mitteilung. Gegenstand des Crowdinvestings seien häufig Startup-Unternehmen, aber auch Unternehmen aus den Bereichen Erneuerbare Energien, wie etwa Windparks oder Photovoltaikanlagen. Das Investment erfolge häufig in Form eines Nachrangdarlehens oder anderen Formen der Unternehmensbeteiligung wie etwa Anleihen, stille Beteiligungen oder Genussrechte. Oft handelt es sich dabei um hochriskante Einzel-Investments mit unternehmerischen Charakter.

Allein die Grundregel des Diversifizierungsgebots sollte Anleger davon abhalten, größere Summen in Einzelprojekte zu investieren. Hinzu kommt die besondere rechtliche Stellung, die der Investor in diesen Fällen innehat. Der Begriff: „Nachrangdarlehen“ deutet schon darauf hin, dass Investitionen dieser Art im Insolvenzfall als letztes bedient werden, wenn bereits alle anderen Gläubiger und Fremdkapitalgeber zum Zuge gekommen sind. Zudem sind Infrastrukturinvestments, zu denen beispielsweise auch Windparks oder Schiffscontainer gehören, ohnehin kaum für Privatanleger geeignet. Die Komplexität dieser Anlegeklassen ist eher ein Fall für institutionelle Investoren wie Versicherer oder Pensionskassen, die eigene Analysten und Anwälte beschäftigen, um die damit verbundenen Risiken kontrollieren zu können.

Es gibt es neben den altbekannten klassischen Anlageformen durchaus auch alternative Investments, die für wenig erfahrene Privatanleger geeignet sind, da diese alle diese Kriterien berücksichtigen, wie zum Beispiel das Deutschlandportfolio von Giromatch. Der Anleger investiert hier in ein Pool an Verbraucherkrediten. Als Darlehensgeber erhält man somit die Möglichkeit vollautomatisiert in ein stark diversifiziertes Portfolio zu investieren, welches die Risiken im Gegenzug zu Einzelinvestments stark reduziert. Rechnet man erwartete Ausfälle hinzu, kann der Anleger immer noch einen Zins i.H.v. 3 Prozent erwarten. Es gibt also auch Alternativen für Privatanleger, vernünftige Renditen mit kalkulierbarem Risiko zu erwirtschaften.

Die neuen Zinsbroker: Wie sicher ist das Geld dort?

Wer derzeit via Internet nach besseren Zinsen für sein Tagesgeld oder Festgeld sucht, stößt immer öfter auf die Angebote von neuen Zinsbrokern, etwa Weltsparen oder Zinspilot.

Sie versprechen, die Geldanlage unkompliziert an Banken im EU-Ausland zu vermitteln
10 und so deutlich höhere Zinsen zu ermöglichen. Wie riskant ist das, worauf sollte der Sparer achten?

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GfK-Studie: Die 10 größten Sorgen bei der Geldanlage

In wenigen Tagen ist wieder Weltspartag, die Lage an den Finanzmärkten ist gespannt wie schon lange nicht mehr. Welche Sorgen gehen dem Sparer durch den Kopf, wenn er derzeit über sein Geld und seine Geldanlage nachdenkt?

Dieser Frage ging die GfK-Marktforschung im Auftrag des Discount-Vermittlers AVL nach. Ein Ergebnis: Fast jeder dritte Deutsche befürchtet, falsch beraten zu werden. Größer war nur die Gruppe derjenigen, die sich gar keine Sorgen machen müssen – weil sie nichts zum Anlegen haben (37,4 Prozent).

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BFH-Urteil: Finanzamt darf weiter Super-Zinsen kassieren, aber…

Sechs Prozent Zinsen sind derzeit für jeden Sparer in Deutschland ein unerreichbarer Traum – jedenfalls dann, wenn es eine halbwegs sichere Geldanlage sein soll.

Anders das Finanzamt: Trotz Mini-Zins-Zeit werden für jeden Monat Verspätung bei einer Steuer-Nachzahlung 0,5 Prozent kassiert, aufs Jahr gesehen sechs Prozent.

Der Bundesfinanzhof hat jetzt entschieden, dass das zu lässig ist – allerdings mit einer Einschränkung.
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Stategic-Beta-ETFs: Deutsche AWM

Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) hat vier Stategic-Beta-ETFs aufgelegt, mit denen Anleger so genannte Aktienfaktoren in ihrem Depot abbilden können. Die neuen ETFs, die heute an der Deutschen Börse gelistet wurden, bieten Zugang zu folgenden Aktienfaktoren: Value, Qualität, Momentum und Low Beta.

„Nach Aktienfaktoren zu investieren entwickelt sich von einer Nische zu einer breit genutzten Strategie. Die Auflage unserer Strategic-Beta-ETFs versetzt uns in eine gute Position, für die wachsende Investorennachfrage ein attraktives Angebot bereit zu stellen“, sagt Martin Weithofer, Head of Strategic Beta bei Deutsche AWM.

Brent-Future-Zertifikate: Société Générale

Die Société Générale hat jetzt 61 neue Discount-Zertifikate mit unterschiedlichen Laufzeiten auf den Ölpreis-Indikator Brent Future emittiert, damit Anleger von Seitwärtsbewegungen oder je nach Cap auch von einem weiter sinkenden Ölpreis profitieren können.

„Gerade in der aktuellen Phase der Unsicherheiten und Volatilitäten an den Märkten sind Discount-Zertifikate ein passendes Investment“, meint Peter Bösenberg, Director und Head of Public Distribution Germany & Austria bei der Société Générale. „Discount-Zertifikate reduzieren das Verlustrisiko, denn ihr Kaufpreis liegt unter dem Preis des Basiswerts. Durch diesen Rabatt entsteht ein Sicherheitspuffer“, so Peter Bösenberg weiter.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseeölsorte Brent hatte am 10. September ein 52-Wochen-Tief erreicht. Am 19. Juni war der Preis für Brent-Öl infolge des Vormarschs der IS-Kämpfer in Richtung der ölreichen Regionen Kurdistans auf ein Neun-Monats-Hoch von 115,71 US-Dollar gestiegen, am 1. August lag er bei 104,84 US-Dollar.