Alle Beiträge von Andreas Kunze

TrueLayer: Neue Schnittstelle bietet direkten Zugriff auf Finanzdaten für Banken wie Deutsche Bank, Sparkassen und Commerzbank

TrueLayer, Europas führender Anbieter von Finanz-APIs, hat seine Data-API-Plattform auf Deutschland ausgedehnt. Die Unterstützung deutscher Banken ist TrueLayers erster Schritt in internationales Terrain. Die Verwendung der einheitlichen Daten-API von TrueLayer ermöglicht es Unternehmen, insbesondere Fintechs, kostspielige und zeitaufwändige Integrationen der fragmentierten Bank-APIs in Deutschland und ganz Europa zu vermeiden.

Die Daten-API beseitigt gängige Hindernisse, denen Anbieter bankdatenbasierter Anwendungen ansonsten gegenüber stehen, wie zum Beispiel:

  • Kontoverifizierung/KYC: Überprüfung von Identität und Kontobesitz der Nutzer.
  • Persönliches Finanzmanagement: Optimierung des finanziellen Überblicks von Benutzern mithilfe von kategorisierten Ausgaben und Einnahmen in Echtzeit.
  • Kreditvergabe: Unterstützung der Nutzer bei der Kreditaufnahme, indem sie fundiertere Kreditentscheidungen auf der Grundlage kategorisierter Transaktionsdaten treffen.
    Vermietung und Immobilienkauf: Besseres Miet- und Kauferlebnis für Benutzer, indem der Qualifizierungsprozess anhand kategorisierter Transaktionsdaten optimiert wird.

Vedika Jain, Produktmanagerin für die Daten-API bei TrueLayer, erklärt: „Wir sind stolz darauf, unser Angebot nach Deutschland auszurollen. Deutschland hat seit Langem den Wert eines sicheren, offenen Zugangs zu Bankdaten erkannt, indem es bereits 1995 ein offenes Bankprotokoll namens HBCI (Home Banking Computer Interface) einführte. Das Protokoll wurde später als Nachfolger von FinTS wiedergeboren, welches heute von mehr als 2.000 Banken vor Ort unterstützt wird und damit eine der offensten Bankeninfrastrukturen der Welt ist. Wir glauben, dass die Zusammenarbeit zwischen Banken, Dritten und Verbrauchern in Deutschland der Welt als Vorbild dient. Darüber hinaus sehen wir in Deutschland eine dynamische Technologie-, Start-up- und Finanzszene, die Vorreiter bei der Entwicklung neuer Produkte ist und die Finanzwelt stetig verbessert.”

TrueLayer wird weiterhin andere PSD2-APIs in Deutschland unterstützen und einen RTS-konformen Zugriff auf die Bankeninfrastruktur ermöglichen.

Mit Hunderttausenden von sowohl Entwicklern, die sich auf der API-Plattform angemeldet haben, als auch Verbrauchern, die täglich Finanzdaten sicher austauschen, entwickelt sich TrueLayer schnell zur führenden Infrastrukturschicht zwischen Banken und Drittunternehmen.

Darüber hinaus hat TrueLayer eine Reihe wichtiger Partnerschaften mit Unternehmen wie Zopa, ClearScore, CreditLadder, Canopy, Plum, BitBond, Emma, Anorak abgeschlossen. Zudem ist eine Vielzahl von stillen Beteiligungen mit großen Unternehmen aus dem Konsum- und Finanzbereich in Vorbereitung, die in den nächsten zwölf Monaten in Betrieb gehen werden.

TrueLayer wurde als eines der ersten Unternehmen von der britischen Financial Conduct Authority (FCA) als Zahlungsinstitut zugelassen und registriert, um Kontoinformationen und Zahlungsinitiierungsdienste im Rahmen von PSD2 anzubieten. Diese Genehmigung bedeutet, dass TrueLayer strenge Sicherheits-, Management- und Betriebsbewertungen bestanden hat.

Durch den Einsatz von TrueLayer sparen Unternehmen viel Zeit und Ressourcen. Hierdurch hat eine viel breitere Palette von Unternehmen – zum Beispiel auch junge Fintechs – die Chance, Produkte zu entwickeln, die die Vorteile von PSD2 und Open Banking nutzen. Unternehmen können auf einfache Weise die Identität von Nutzern und Kontobesitz anhand vorhandener Kundendaten überprüfen, Konten einsehen, Salden überprüfen und auf die Transaktionshistorie zugreifen. Darüber hinaus lassen sich mit TrueLayer Bankkonten und Karten abfragen, um Anwendungen zu erstellen, Betrug zu verhindern und die Einschätzung der Kreditwürdigkeit anhand detaillierter Einnahmen- und Ausgabendaten aus dem Bankkonto der Benutzer zu verbessern. So verwendet Zopa beispielsweise TrueLayer für eine schnellere Einkommensverifizierung, Canopy für die automatische Aktualisierung der Mietinformationen seiner Kunden, Plum für die Verbindung seines Chatbots mit den Konten von Monzo und Starling Bank und Anorak für genauere und zeitlich passende Versicherungsangebote.

Über TrueLayer
TrueLayer bietet eine Schnittstelle zwischen Finanzinstituten und Anwendungen von Drittanbietern über eine API. TrueLayers Ziel ist es, der führende Anbieter von Finanz-APIs zu sein, um eine neue Ära der Finanzinnovation einläuten. Das erste Produkt – die Data API – ermöglicht es Unternehmen, sicher und effizient auf die Finanzdaten ihrer Kunden zuzugreifen. Darüber hinaus wird das Unternehmen im Jahr 2019 sein zweites großes Produkt auf den Markt bringen, das sich auf Zahlungen konzentriert. TrueLayer wurde 2016 von den Serienunternehmern Francesco Simoneschi und Luca Martinetti gegründet. Das Start-up hat insgesamt 11,9 Millionen US-Dollar in mehreren Investitionsrunden von führenden VC-Firmen erhalten, die im Finanzdienstleistungs- und SaaS-Geschäft tätig sind, darunter Anthemis Group, Connect Ventures und Northzone. Weitere Informationen unter www.truelayer.com.

Neu bei ARAG: Miet-Rechtsschutz Sofort, die nachträgliche Mieter-Versicherung

Damit sich Mieter künftig auch bei einem bereits eingetretenen Mietrechtskonflikt wehren können, hat die ARAG eine neue Versicherung entwickelt, die nachträglich abgeschlossen werden kann: den Miet-Rechtsschutz Sofort. Zwei Produktvarianten mit ARAG Miet-Rechtsschutz Sofort und ARAG Miet-Rechtsschutz Sofort Extra. Die Mindestlaufzeit der beiden Produkte beträgt drei Jahre. Der Versicherungsschutz kostet bis zu einer Bruttojahresmiete von 15.000 Euro für den ARAG Miet-Rechtsschutz Sofort monatlich 23,10 Euro und für den ARAG Miet-Rechtsschutz Sofort Extra monatlich 51,63 Euro.

Der ARAG Miet-Rechtsschutz Sofort

Er ist für folgende Streitigkeiten laut ARAG geeignet:

Nebenkosten: Es sollen fehlerhafte Nachzahlungsbeträge erstattet und künftig höhere Vorauszahlungen geleistet werden? Rund 22 Prozent aller Mieter hierzulande haben sich mit dem Vermieter schon mal um die Nebenkosten gestritten.nachträglich zur Seite. Das Gleiche gilt, wenn der Vermieter mit der Erstellung der Nebenkostenabrechnung im Verzug ist oder ein Guthaben daraus nicht auszahlt. Beispiel: Der Mieter will sich gegen die Nachforderung in Höhe von 600 Euro aus der letzten Nebenkostenabrechnung und der künftigen monatlichen Vorauszahlung von 50 Euro wehren.  Ein Fachanwalt hilft, den Fall mit dem Vermieter zur Zufriedenheit (Einigung) zu klären. Die ARAG begleicht seine Rechnung über rund 400 Euro. Geht derselbe Fall vor Gericht und der Mieter unterliegt, fallen Anwaltskosten, Gerichtskosten und zu erstattende Anwaltskosten der Gegenseite (Vermieter) von rund 1.000 Euro an. Für ein verlorenes Berufungsverfahren fallen zusätzlich Kosten von rund 1.100 Euro an. Die Gesamtkosten des Falls betragen dann rund 2.100 Euro.

Reparaturen: Der Vermieter wirft seinem Mieter vor, das Mietobjekt nicht im ordnungsgemäßen Zustand übergeben zu haben? Die ARAG setzt sich für ihren Kunden ein. Beispiel: Nach Auszug verlangt der Vermieter 1.600 Euro Schadensersatz wegen angeblicher Beschädigung der Wohnung. Ein Rechtsanwalt schafft es, dass die Streitigkeit außergerichtlich durch einen Vergleich beigelegt wird. Die Rechtsanwaltsgebühren betragen rund 520 Euro. Geht derselbe Fall vor Gericht und der Mieter unterliegt, fallen Anwaltskosten, Gerichtskosten und zu erstattende Anwaltskosten der Gegenseite (Vermieter) von rund 1.300 Euro an. Für ein verlorenes Berufungsverfahren fallen zusätzlich Kosten von rund 1.400 Euro an. Die Gesamtkosten des Falls betragen dann rund 2.700 Euro.

Kautionsrückzahlung: Die Rückerstattung der Kaution lässt auf sich warten? Der Vermieter behält einen Teil davon ein? Stress rund um die Kaution – die ARAG hilft auch in diesem Fall weiter.
Beispiel: Der Vermieter zahlt nach Auszug die Kaution in Höhe von 2.200 Euro nicht aus. Ein Rechtsanwalt erreicht eine Einigung mit dem Vermieter. Für seine Tätigkeit fallen Kosten in Höhe von rund 690 Euro an, die die ARAG trägt. Geht derselbe Fall vor Gericht und der Mieter unterliegt, fallen Anwaltskosten, Gerichtskosten und zu erstattende Anwaltskosten der Gegenseite (Vermieter) von rund 1.700 Euro an. Für ein verlorenes Berufungsverfahren fallen zusätzlich Kosten von rund 1.800 Euro an. Die Gesamtkosten des Falls betragen dann rund 3.500

Mieterhöhung: Der Vermieter will die Miete erhöhen? Verweigert sein Mieter die Zustimmung, muss er diesen darauf verklagen. Denn gegen dessen Willen lässt sich die Erhöhung nur gerichtlich
durchsetzen. Ein von der ARAG bezahlter und vom Kunden beauftragter Anwalt unterstützt den Mieter dabei, die Klage des Vermieters abzuwehren. Beispiel: Der Vermieter will wegen Modernisierungsmaßnahmen die Miete um monatlich 80 Euro erhöhen, der Mieter will die notwendige Zustimmung dazu nicht erteilen. Für das verlorene Klageverfahren vor dem Amtsgericht fallen Anwaltskosten, Gerichtskosten und zu erstattende Anwaltskosten der Gegenseite (Vermieter) von rund 760 Euro an. Erledigt sich derselbe Fall aufgrund eines außergerichtlichen Vergleichs, fallen Anwaltskosten von rund 290 Euro an. Für ein verlorenes Berufungsverfahren fallen zusätzlich Kosten von rund 740 Euro an. Die Gesamtkosten des Falls betragen dann rund 1.500 Euro.

Der ARAG Miet-Rechtsschutz Sofort Extra

Er auch Streitigkeiten rund um die Eigenbedarfskündigungen ab:

Eigenbedarfskündigung: Will der Kunde gegen eine solche Kündigung seines Vermieters vorgehen, übernimmt die ARAG die außergerichtlichen und gerichtlichen Kosten. Beispiel: Der Vermieter kündigt das Mietverhältnis (Warmmiete monatlich 650 Euro), damit ein Familienmitglied in die Wohnung einziehen kann. Erledigt sich dieser Fall aufgrund eines außergerichtlichen Vergleichs, fallen Anwaltskosten von rund 1.500 Euro an. Für das verlorene Klageverfahren vor dem Amtsgericht fallen Anwaltskosten, Gerichtskosten und zu erstattende Anwaltskosten der Gegenseite (Vermieter) von rund 3.700 Euro an. Für ein verlorenes Berufungsverfahren fallen zusätzlich Kosten von rund 3.900 Euro an. Die Gesamtkosten des Falls betragen dann rund 7.600 Euro.

Versicherung nachträglich abschließen immer öfter möglich

„Mit Miet-Rechtsschutz Sofort. verfügen wir neben dem 2016 erfolgreich eingeführten Verkehrs-Rechtsschutz Sofort über eine zweite zukunftsweisende Rückwärtsversicherung, die einen bereits eingetretenen Schadenfall abdeckt“, sagt Dr. Matthias Maslaton, Vorstand für Vertrieb, Produkt und Innovation der ARAG SE.  „So unterstützen wir betroffene Mieter dabei, ihre Interessen gegebenenfalls vor Gericht durchzusetzen; wenn erforderlich durch alle Instanzen“, erklärt Zouhair Haddou-Temsamani, ARAG Hauptabteilungsleiter Vertrieb Innendienst / Produktmanagement National. Und ergänzt: „Auch wenn der Mieter bei Erhalt der Kündigung noch gar nicht bei der ARAG versichert war.“

Lars Reiner, Ginmon: Was Bitcoin-ETFs taugen

Von Lars Reiner, Gründer und Geschäftsführer des digitalen Vermögensverwalters Ginmon

Niemand hat sie bisher gesehen, aber sie werden so breit diskutiert wie kaum ein anderes Thema: ETFs auf den Bitcoin. Viele Experten sind sich sicher: es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sie erscheinen, so gewaltig sei die Nachfrage nach den Indexprodukten auf die boomende Kryptowährung. In den USA warten zahlreiche Anbieter auf ihre Genehmigung durch die Börsenaufsicht.
Bei der breiten Debatte und dem allgemeinen medialen Hype um den Bitcoin gerät die eigentliche Sinnfrage eines solchen Produktes sehr schnell in den Hintergrund: Muss man wirklich alles auf den Finanzmarkt werfen, wofür es eine Nachfrage gibt? Beim Thema Geldanlage und gerade bei Bitcoins gilt leider immer noch für viele Anleger: „Denn Sie wissen nicht, was sie tun.“
Ein Bitcoin-ETF – sollte er jemals kommen – wäre jedenfalls ein absurdes und in sich paradoxes Finanzprodukt. Und Anleger, die ihr Geld langfristig und gewinnbringend anlegen wollen, sollten
unbedingt die Finger davon lassen. Aus folgenden Gründen:

Grund 1: Keine Streuung bei Bitcoin-ETFs

Ein Bitcoin-ETF würde die Grundidee des Konzeptes „ETF“ torpedieren. Diese Produkte wurden erdacht und aufgelegt, um eine breite Streuung ihres Vermögens zu ermöglichen und sie damit am breiten Aufschwung des Marktes kosteneffizient teilhaben zu lassen.
Diversifikation ist eins der wichtigsten Gebote der Geldanlage und nicht umsonst zählt zu den berühmtesten Börsenweisheiten der Satz, dass man nicht alle Eier in einen Korb legen sollte.
Doch genau das würde ein Bitcoin-ETF tun, der sich nur auf eine digitale Währung fokussiert. Es gibt zwar keine allgemeingültige Definition eines Bitcoin-ETFs, doch wir verstehen darunter alle ETFs, die vollständig von der Entwicklung des Bitcoin abhängig sind. Da dies ein unzumutbares Klumpenrisiko ist, wäre der Name „ETF“, der bei den meisten Anlegern für Diversifikation steht, reine Augenwischerei.

Grund 2: Großes Blasenbildungspotenzial

Weiterhin wäre ein solcher Bitcoin-ETF ein höchst riskantes Investment. Nicht nur, weil der Bitcoin selbst massiven Schwankungen im zweistelligen Bereich unterworfen ist, sondern auch, weil das Blasenbildungspotenzial der Kryptowährung gerade nach den gewaltigen Kursanstiegen der letzten Wochen enorm ist. Das sieht man zum einen an der vermehrten Berichterstattung, zum anderen auch daran, dass sogar schon in Fitness-Studios und an Stammtischen der Bitcoin-Kurs diskutiert wird. Es ist schon bedenklich, wenn in Deutschland, dem Land mit einer Aktionärsquote von nur rund 7 Prozent, Verbraucher plötzlich Bitcoins kaufen wollen, die um ein vielfaches riskanter sind als Aktien etablierter Unternehmen.

Grund 3: Blockchain ja, Bitcoin nein

Viele Verbraucher, die sich für Bitcoins und mögliche Bitcoin-ETFs interessieren, kennen meist nicht einmal den Unterschied von Bitcoin und Blockchain. Blockchain ist die Software, das digitale Rechnungskonzept hinter allen Kryptowährungen, also auch hinter dem Bitcoin. Es hat viele Anwendungsmöglichkeiten wie unter anderem in der Medizin. Blockchain hat ohne Frage Zukunft, was bei Bitcoin nicht unbedingt der Fall sein muss – die „Währung“ ist als Zahlungsmittel untauglich, höchst volatil und unreguliert. Über diese Risiken sollten sich Anleger im Klaren sein und nicht Gefahr laufen, dem „Gier-frisst-Hirn“-Prinzip zum Opfer zu fallen.

Was deshalb allenfalls als sinnvoller ETF in Frage käme, wäre ein ETF auf Kryptowährungen insgesamt, von denen es derzeit mehr als 1300 gibt – Tendenz steigend. Es wäre zwar immer noch ein riskantes Investment, aber bei weitem nicht mehr so volatil und gebündelt wie ein reiner Bitcoin-ETF.

Das Fazit zu Bitcoin-ETF

Bitcoin-ETFs sind ein „No Go“ für jeden seriösen Investor. Der Bitcoin und die mit ihm verbundenen Futures und Fonds sind einzig und allein etwas für Spekulanten, für Akteure, die auf massive kurzfristige Schwankungen spekulieren. Für Otto-Normal-Anleger sind sie ein absolutes „No Go“. Wer sein Geld langfristig anlegen möchte und auf Sicherheit achtet, sollte bei ETFs bleiben, die ihr Geld auf real existierende Unternehmen verteilen. Denn so wird man dem Grundgedanken von ETFs (und guter Geldanlage) gerecht: eine breite Streuung bei geringen Kosten.

Über den Autor:
Lars Reiner ist Gründer und Geschäftsführer des digitalen Vermögensverwalters Ginmon (ginmon.de) und gefragter ETF-Experte. Der Technologie-Enthusiast war vorher Managementberater bei der Deutschen Bank. 2014 verließ er das Bankhaus, um mit Ginmon die Vermögensverwaltung zu revolutionieren.
Über Ginmon:
Der Name Ginmon bedeutet „Silbernes Tor“ – Sinnbild für Wohlstand und Unabhängigkeit. Das Frankfurter Fintech-Unternehmen, welches als BaFin-regulierter Finanzdienstleister agiert, ermöglicht es privaten Anlegern in ein durch modernste Portfoliotechnologie verwaltetes ETF-Portfolio zu investieren. Die Technologie basiert auf den Nobelpreis-gekrönten Erkenntnissen des US-amerikanischen Portfoliotheoretikers Prof. Fama. Da das Portfoliomanagement vollautomatisiert ist, entfallen für den Anleger die Kosten eines klassischen Vermögensverwalters. Diese Dienst

Canada Life: Schwere Krankheiten Versicherung verbessert Versicherungschutz

Die Canada Life erweitert den Versicherungsschutz beim Tarif Schwere Krankheiten Vorsorge. Für Verträge ab Jahresbeginn 2018 gilt: Neben dem bereits versicherten STEMI Herzinfarkt ist nun auch der Non-STEMI Herzinfarkt mitversichert.

Canada Life reagiert damit auf aktuelle Entwicklungen: Diese Form des Infarktes wurde in den letzten Jahren immer häufiger diagnostiziert.
Non-STEMI Herzinfarkte sind nun automatisch mitversichert – und das sogar bis maximal zum 75. Lebensjahr. STEMI Herzinfarkte sind sogar lebenslang versichert oder bis zu einem gewählten Versicherungsende. Für beide Formen gewährt Canada Life Versicherungsschutz in Höhe der vollen vereinbarten Versicherungssumme.

Die Schwere Krankheiten Vorsorge von Canada Life gehört zu den sogenannten Dread Disease-Versicherungen. Diese wurden vor über 30 Jahren als Folge der ersten Herztransplantationen erfunden. Bei den Policen erhalten Kunden im Versicherungsfall eine vorher vereinbarte Summe, wenn sie eine der versicherten Erkrankungen erleiden. Canada Life ist Marktführer in Deutschland und sichert inzwischen 46 Krankheiten ab. Neben Herzinfarkt gehören zum Beispiel auch Krebs und Schlaganfall dazu. Nach Krebs lösen Herzinfarkte am zweithäufigsten die Zahlung der Leistung aus. Bislang hat Canada Life in Deutschland aufgrund schwerer Krankheiten über 200 Mio. Euro an Kunden ausbezahlt.

„Wir freuen uns, dass wir die Definition eines Herzinfarkts in der Schweren Krankheiten Vorsorge ausweiten können – ohne dass Kunden mehr zahlen müssen“, so Bernhard Rapp, Direktor Marketing und Produktmanagement und stellvertretender Niederlassungsleiter Deutschland bei der Canada Life.

Zurich Gruppe Deutschland: Dr. Carsten Schildknecht neuer CEO

Dr. Carsten Schildknecht (49) wird, vorbehaltlich der Zustimmung der erforderlichen Gremien und Aufsichtsbehörden, zum 1. Februar 2018 zum CEO der Zurich Gruppe Deutschland ernannt. Die
Ernennung folgt der Entscheidung des bisherigen Vorstandsvorsitzenden, Marcus Nagel (52), das Unternehmen zu verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.

Dr. Carsten Schildknecht verfügt über umfangreiche Managementerfahrung in der Finanz- und Versicherungsindustrie. Von 2013 bis 2016 war er Group Chief Operating Officer und Mitglied des
Group Management Committee der Generali Insurance Group. In dieser Funktion konzipierte und koordinierte er globale Programme des Versicherers zur Effizienzsteigerung, Digitalisierung und
Verbesserung der Kundenorientierung. Im Jahr 2017 wurde er Berater und Investor für Start-ups im Banken-und Versicherungssektor (FinTechs) und unterstützte sie in
strategischen und operativen Fragenstellungen.

Vor seinem Wechsel in die Versicherungsbranche war Carsten Schildknecht in leitenden Positionen im Asset und Wealth Management der Deutschen Bank tätig, davon acht Jahre in London und Frankfurt als Global Chief Operating Officer im Private Wealth Management. In dieser Rolle war er für die Integration der Sal. Oppenheim Gruppe verantwortlich und wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates berufen. Seine Karriere begann er als Unternehmensberater in der Automobilbranche. Er hat an der Technischen Universität Darmstadt als Diplom-Wirtschaftsingenieur graduiert und im Fachbereich Technologiemanagement und Marketing promoviert.

Christiane Conrads: Ab 2018 bei PwC Legal

Die PricewaterhouseCoopers Legal AG Rechtsanwaltsgesellschaft (PwC Legal) verstärkt sich zum 1. Januar 2018 mit Christiane Conrads, die als Local Partnerin das deutsche Immobilienrechtsteam um Michael Burg, Bettina Knipfer und Norman Nathan Gelbart verstärken und einen German Real Estate Desk in London aufbauen wird. Die ehemalige DLA-Anwältin leitete seit März 2016 den Immobilienrechtsbereich von Lupp + Partner und war zudem verantwortlich für das Londoner Repräsentanz-Büro der Münchener Transaktionsboutique.

Der Beratungsschwerpunkt von Christiane Conrads liegt im Bereich von Immobilientransaktionen. Sie begleitet nationale und internationale Investoren (vornehmlich aus UK), unter anderem beim Erwerb und der Veräußerung von Immobilienportfolios und gewerblichen Premiumimmobilien. Zudem hat sich Christiane Conrads die letzten Jahre eine Vorreiterstellung im Bereich Green Building erarbeitet und ihre Mandanten bei der Entwicklung innovativer Green Building Produkte unterstützt.

Damit verfolgt PwC Legal weiter den Aufbau seiner Immobilienrechtspraxis und setzt mit der Eröffnung des German Desk auf eine engere Verzahnung zur Legal-Praxis in UK und London als führendem Finanz- und Investitionszentrum in Europa. „Wir haben mit Frau Conrads eine exzellente Real-Estate-Spezialistin für uns gewinnen können. PwC Legal setzt damit den Weg erfolgreich fort, sich mit herausragenden Anwaltspersönlichkeiten extern zu verstärken“, so Prof. Dr. Heinz-Klaus Kroppen, Vorstand von PwC Legal.

Dieter Weirich, DIA: Mehr Anreize für längeres Arbeiten schaffen

Mehr Anreize für längeres Arbeiten fordert das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) von der deutschen Politik in der nächsten Legislaturperiode des Deutschen Bundestages. DIA-Sprecher Dieter Weirich verwies am Freitag in Berlin auf den aktuellen internationalen Renten-Report der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

An der Empfehlung, die finanziellen Anreize zu stärken, um Arbeitnehmer im Rentenalter länger im Beruf zu halten, dürfe Deutschland angesichts der dramatischen Alterung der Gesellschaft nicht vorbeigehen. Viele Länder belohnen das Arbeiten im Rentenalter mit der Gewährung von Vorzügen. Weirich sagte, auch dem Fachkräftemangel könnte durch solche Maßnahmen entgegengewirkt werden. Das Thema sollte deshalb auch im Falle der Bildung einer Großen Koalition kein Tabu sein.

Weirich erklärte, im Gefolge einer Großen Koalition drohten teure Rentenpakete, auch unter Hinweis auf die von der OECD außerdem aufgezeigten Defizite wie etwa die unterdurchschnittliche Absicherung von Geringverdienern oder die hohen Rentenunterschiede von Männern und Frauen. Bei allen Vereinbarungen sollte aus gesamtwirtschaftlichen Überlegungen aber nie der steigende Anteil der Rentenlasten an der Wirtschaftsleistung und die angesichts der Steigerung des Lebensalters unumgängliche längere Lebensarbeitszeit außer Acht gelassen werden.

Zurich Gruppe Deutschland: Dr. Torsten Utecht, bislang Generali, neuer Vorstand

Dr. Torsten Utecht (49) wird zum 1. April 2018 Vorstand Finanzen der Zurich Gruppe Deutschland.

Der promovierte Diplom-Volkswirt und Diplom-Kaufmann verfügt über langjährige Erfahrung in der Versicherungswirtschaft und war zuletzt als Finanzvorstand in der Generali Gruppe Deutschland tätig.

In der Funktion des Chief Financial Officer folgt er bei Zurich auf Carlos Schmitt, der das Unternehmen im kommenden Jahr nach über vierzehnjähriger Zugehörigkeit zur Zurich Gruppe Deutschland in den Ruhestand verlassen wird.

Torsten Utecht wird bereits zum 1. Januar 2018 in den Vorstand der Zürich Beteiligungs-AG berufen – zunächst ohne Ressortverantwortung -, um sich schrittweise in sein neues Verantwortungsgebiet einzuarbeiten.

BVK entwickelt IDD-Checkliste für Vermittlerbetriebe

Die Umsetzung der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD Ende Februar 2018 bringt für Versicherungsvermittler viele Fragen und Unsicherheiten mit sich. Deshalb hat Professor Dr. Matthias Beenken von der Fachhochschule Dortmund in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) und der Konzeptentwicklungs- und Beratungs- /Innovationswerkstatt der Assekuranz und Finanzdienstleister (KuBI) e.V. eine IDD-Checkliste für Vermittlerbetriebe entwickelt. Diese ist auf der KuBI-Website (www.kubiev.de) für alle frei verfügbar.

Anhand von 20 Fragen mit spezifischen Hinweisen und Handlungsanweisungen können Versicherungsvermittler klären, ob sie die Vorgaben nach IDD erfüllen. Die Fragen behandeln Themen wie Weiterbildung, Beratung, Vergütungssysteme, Erstinformation und dem Produktgenehmigungsprozess. Außerdem werden die Aspekte Versicherungsanlageprodukte, Honorarberatung und das Provisionsabgabeverbot thematisiert.

„Mit dieser Checkliste können Vermittler klären, ob sie sozusagen IDD-bereit sind“, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Weitere Informationen werden bei Bedarf über die Publikationen des BVK oder der KuBI veröffentlicht.“
Prof. Dr. Matthias Beenken ergänzt: „Wir haben die Liste nach dem derzeitigen Wissensstand konzipiert. Dennoch sollte dabei beachtet werden, dass sich womöglich der eine oder andere Punkt durch die Verabschiedung der dazugehörigen Verordnung etwas verändern kann. Deshalb sollten sich Vermittler über den BVK oder die KuBI in der nächsten Zeit fortwährend informieren, gegebenenfalls werden wir dann die Liste aktualisieren.“

Robin Buschmann, Giromatch: Crowdinvesting keine Spielwiese für unerfahrene Privatanleger

Von Robin Buschmann, Gründer und Geschäftsführer der Frankfurter Banking-Plattform Giromatch

„Scheitert das Unternehmen, können Sie Ihr Geld verlieren“: Unter diesem Titel veröffentlichte die Verbraucherzentrale Hessen (VZ Hessen) am 23. Oktober 2017 auf ihrer Webseite eine Warnung an Verbraucher vor Crowdinvesting-Projekten. Der Grund: Dem Anleger droht ein Totalverlustrisiko.

Während Crowdfunding eher eine Spendenpraxis bezeichne, stünde beim Crowdinvesting ein Zinsversprechen im Fokus der Anleger, heißt es in der Mitteilung. Gegenstand des Crowdinvestings seien häufig Startup-Unternehmen, aber auch Unternehmen aus den Bereichen Erneuerbare Energien, wie etwa Windparks oder Photovoltaikanlagen. Das Investment erfolge häufig in Form eines Nachrangdarlehens oder anderen Formen der Unternehmensbeteiligung wie etwa Anleihen, stille Beteiligungen oder Genussrechte. Oft handelt es sich dabei um hochriskante Einzel-Investments mit unternehmerischen Charakter.

Allein die Grundregel des Diversifizierungsgebots sollte Anleger davon abhalten, größere Summen in Einzelprojekte zu investieren. Hinzu kommt die besondere rechtliche Stellung, die der Investor in diesen Fällen innehat. Der Begriff: „Nachrangdarlehen“ deutet schon darauf hin, dass Investitionen dieser Art im Insolvenzfall als letztes bedient werden, wenn bereits alle anderen Gläubiger und Fremdkapitalgeber zum Zuge gekommen sind. Zudem sind Infrastrukturinvestments, zu denen beispielsweise auch Windparks oder Schiffscontainer gehören, ohnehin kaum für Privatanleger geeignet. Die Komplexität dieser Anlegeklassen ist eher ein Fall für institutionelle Investoren wie Versicherer oder Pensionskassen, die eigene Analysten und Anwälte beschäftigen, um die damit verbundenen Risiken kontrollieren zu können.

Es gibt es neben den altbekannten klassischen Anlageformen durchaus auch alternative Investments, die für wenig erfahrene Privatanleger geeignet sind, da diese alle diese Kriterien berücksichtigen, wie zum Beispiel das Deutschlandportfolio von Giromatch. Der Anleger investiert hier in ein Pool an Verbraucherkrediten. Als Darlehensgeber erhält man somit die Möglichkeit vollautomatisiert in ein stark diversifiziertes Portfolio zu investieren, welches die Risiken im Gegenzug zu Einzelinvestments stark reduziert. Rechnet man erwartete Ausfälle hinzu, kann der Anleger immer noch einen Zins i.H.v. 3 Prozent erwarten. Es gibt also auch Alternativen für Privatanleger, vernünftige Renditen mit kalkulierbarem Risiko zu erwirtschaften.