Alle Beiträge von Andreas Kunze

Capco: Instant Payments – Karten im Markt für Zahlungsverkehr werden neu gemischt

Im November 2018 werden die ersten Instant Payment Systeme live gehen und könnten damit den gesamten Markt für Zahlungsverkehr verändern, berichtet Capco.

Die Laufzeit von Überweisungen wird sich dann von ein bis zwei Tagen auf wenige Sekunden verkürzen. Pünktlich zum November 2018 wird die EZB mit dem Target Instant Payment Settlement (TIPS) und dem European Banking Authority Clearing der Realtime Payment-Plattform RT1 Dienste zur Abwicklung der Echtzeitzahlungen anbieten. Doch auch andere Dienste stehen seit längerem in den Startlöchern. Für die Banken bedeutet dies, dass sie einerseits ihre IT-Infrastruktur auf Vordermann bringen, und andererseits schnell entscheiden müssen, wessen System sie nutzen möchten – denn die Uhr tickt bereits.

Dabei ist die Diskussion um Instant Payments gar nicht so neu: Bereits Ende 2015, als seitens des Gesetzgebers die entsprechenden Ankündigungen und Veröffentlichungen als fakultative Regulation bekanntgegeben wurden, mussten Banken sich mit den Herausforderungen beschäftigen. Treiber des Themas war damals in erster Linie die Verbraucherkommission und weniger die Finanz-Community. Die Grundidee: Verbraucher sollten künftig Geld ähnlich einer SMS versenden können – Zahlung jetzt und sofort. Künftig kann eine Zahlung dann binnen 15 Sekunden getätigt (getiert) werden und ist damit dann auch rechtlich bindend – im Unterschied zu Systemen wie Paypal, die lediglich eine Zahlungsgarantie darstellen. Auf Basis einer Initiative der European Banking Authority (EBA) und 39 finanzierenden Banken wurde die Entwicklung der notwendigen Infrastruktur ermöglicht. Im Frühjahr 2016 setzte die EBA schließlich Instant Payments als SEPA-Credit auf.

Die Laufzeit von Überweisungen wird sich auf wenige Sekunden verkürzen, Capco

Binnen Jahresfrist jedoch veränderte sich die Gesamtgemengelage, denn die EZB gab bekannt, dass sie im November 2018 als Service auf Basis TARGET eine eigene Instanttransaktion anbieten werden – und mit 0,02 Cent zu einem absolut massentauglichen Preis. Damit ist nun auf einen Schlag ein zweiter, massenkompatibler Konkurrenzstandard entstanden. Da das System TARGET bereits existiert und zu November 2018 „lediglich“ aufgerüstet wird, ist es als Dienst für viele Banken attraktiv, da sie bereits an TARGET angeschlossen sind.

Für die Institute keine leichte Situation, stehen sie doch jetzt vor der Frage, was sie tun sollen: Verfolgen sie SCT-Inst der EBA oder verlassen sie sich auf das optimierte TARGET-System? Hinzu kommt erheblicher Zeitdruck: Wer seinen Kunden im November 2018 ein solches Angebot bereitstellen will, muss jetzt mit der Entwicklung beginnen. Wir erwarten vor allem im Geschäfts- und Firmenkundenbereich eine Welle von innovativen Zahlungsverkehrsprodukten (Leistung und Preis). Zudem können die Institute massiv Kosten sparen in ihrem heutigen High-Value- und Echtzeit-Zahlungsverkehr.

Ein anderes Thema ist die unterschiedliche Modernität der Systemlandschaften der Insitute. Ab November 2018 werden Zahlungen binnen Minuten verbucht, aber in den Häusern noch nicht. Während u.a. Sparkassen und Postbanken bereits heute über solche Arten von Systemen verfügen, werden einige Institute Probleme bekommen, an dieser Stelle als  ahlungsverkehrsdienstleister mithalten zu können. Einige der größeren Banken müssen sich jetzt mit hoher Dringlichkeit damit beschäftigen, in der Echtzeitwelt mit ihren Systemlandschaften anzukommen – Gefahren lauern für jene, die die Zeichen der Digitalisierung an dieser Stelle zu lange ausblenden, so Capco.

Exporo: Dr. Knut Riesmeier neuer Geschäftsführer bei Exporo

Exporo hat den Immobilien- und Kapitalanlage-Experten, Dr. Knut Riesmeier an Bord geholt. Riesmeier übernimmt die Geschäftsführung der Exporo Investment GmbH mit Sitz in Hamburg. Die neu gegründete Gesellschaft wird zukünftig die Vermittlung des regulierten Finanzierungsgeschäfts unter dem Dach der Exporo AG betreiben.

Der Real Estate- und Finanz-Profi Riesmeier ist Aufsichtsrat und Beirat in verschiedenen Immobilien-Unternehmen und -Organisationen in Deutschland. Riesmeier war langjähriger Geschäftsführer der MEAG Munich ERGO Asset Management, Vermögensverwalter des DAX-30 Konzerns Munich Re, sowie der MEAG Kapitalanlagegesellschaft in München.

Mit der Exporo Investment GmbH wird der erfahrene Neuzugang die Anpassung digitaler Immobilien-Investments auf den voll regulierten Markt vorantreiben. So werden die Vorteile des Crowdinvesting auf die Anleihe übertragen und auch größervolumige Projekte angeboten, die der Prospektpflicht unterliegen.

„Ich freue mich auf die Aufgabe, gemeinsam mit Exporo deren nun fast vierjährige Erfahrung im Bereich Crowdinvesting auf die vollregulierte Welt zu übertragen und somit einen weiteren Meilenstein im Bereich digitales Investieren zu setzen“, so Dr. Knut Riesmeier, der darüber hinaus auch Ansprechpartner für institutionelle Anleger sein wird, deren Anlagebedürfnisse er genauestens kennt, berichtet Exporo.

phi-Versorgungskasse e.V.: Alexander Siegmund beendet Vorstandstätigkeit

KPM KÖLN/ GÖTTINGEN. Alexander Siegmund, Experte für Unterstützungskassen, beendet zum 30.9.2017 seine Vorstandstätigkeit bei der in Göttingen ansässigen phi-Versorgungskasse e.V. Siegmund übte das Amt seit Juni 2015 aus und widmete sich in dieser Zeit vor allem der Restrukturierung des Vereins.

Die phi-Versorgungskasse ist eine Unterstützungskasse, die bundesweit für zumeist mittelständige Betriebe und deren Mitarbeiter die Abwicklung der betrieblichen Altersvorsorge übernimmt. Alexander Siegmund übernahm im Sommer 2015 das Vorstandsamt, um wichtige Aufgaben, insbesondere notwendige Satzungsänderungen anzupacken.

„Nach über zwei Jahren intensiver Arbeit ist die phi-Versorgungskasse nun wieder auf Kurs und kann als restrukturiert bezeichnet werden“, so der gerichtlich zugelassene Rentenberater für die betriebliche Altersvorsorge und Geschäftsführer der Rentenberatungskanzlei KPM in Köln. „Es wurden zahlreiche betriebsrentenrechtliche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt, die Satzung der phi-Versorgungskasse wurde zukunftssicher korrigiert.“

ÜBER…
Alexander Siegmund: Ist seit 2006 Geschäftsführer der Kölner Pensionsmanagement GmbH. Als Master Pension Management (M.A./MPM) und Betriebswirt der betrieblichen Altersversorgung (FH) ist Siegmund der einzige deutsche Rentenberater mit diesem Abschluss. Zusätzlich ist er Vorstand des VDW (Versorgungswerk der deutschen Wirtschaft e.V.), Vorstand der phi Versorgungskasse e. V. (bis 30.9.2017) sowie Gründungsmitglied und Vorstand des gemeinnützigen Vereins zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung e. V.

KÖLNER PENSIONSMANAGEMENT GMBH: Die Rentenberatungskanzlei Kölner Pensionsmanagement GmbH ist die Spezialistin für kreative Konzeptionen von zeitgemäßen und wirtschaftlichen Versorgungskonzepten für Unternehmen. Als einziger deutscher Rentenberater mit dem Hochschulabschluss Master Pension Management (M.A./MPM) und Betriebswirt für betriebliche Altersversorgung (FH) bietet Geschäftsführer Alexander Siegmund unabhängige, maßgeschneiderte und nachhaltige bAV-Lösungen an. Lösungen, die auf einem rechtssicheren Fundament stehen und mittelständischen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Mit dem eigens entwickelten Konzept der „Satzungsanalyse von Unterstützungskassen“ zeigt er seine Vorreiterrolle in der Entwicklung von rechtssicheren Versorgungskonzepten. www.koelnerpm.de

Betriebsrenten-Reform: Der Gewinner wird die gute alte U-Kasse sein

KPM KÖLN. Sie ist die Mutter aller Betriebsrenten in Deutschland: die Unterstützungskasse, mit der schon vor über 150 Jahren erstmals für Mitarbeiter vorgesorgt wurde. Mit dem geplanten Betriebsrentenstärkungsgesetz wird die „neue Betriebsrente“ sich an deren alten Prinzipien orientieren.
Arbeitgeber und Gewerkschaften sollen künftig die Möglichkeit haben, Betriebsrenten ohne eine Haftung des Arbeitgebers vereinbaren zu können. Es gibt dann eine „Zielrente“, auf Garantien und Mindestleistungen durch die Versorgungseinrichtungen wird verzichtet. Das Ganze geschieht innerhalb von Tarifverträgen. Das ist der Kern des Betriebsrentenstärkungsgesetzes, das derzeit seinen Weg durch den Gesetzgebungsprozess nimmt.

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, will damit die Betriebsrente attraktiver machen. Denn bislang haben nur rund 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei ihrem aktuellen Arbeitgeber eine Anwartschaft auf eine Betriebsrente (etwa 17,7 Millionen). Das Haftungsrisiko sei derzeit noch ein wesentlicher Hemmschuh für eine größere Verbreitung einer betrieblichen Altersversorgung, insbesondere bei kleineren und mittleren Unternehmen. Künftig soll eine reine Beitragszusage reichen – so wie es im Ausland, etwa Großbritannien, üblich ist.

Blaupause für den neuen 6. Durchführungsweg

Manches von dem, was der Gesetzgeber mit der „neuen Betriebsrente“ plant, ist aber auch in Deutschland schon lange möglich: Mit der pauschaldotierten Unterstützungskasse, mitunter auch die „freie Ukasse“ genannt, denn sie ist frei bei der Kapitalanlage und verzichtet auf einen Rechtsanspruch auf Leistungen. Dadurch kann die pauschaldotierte Unterstützungskasse flexibel agieren bei der Kapitalanlage, um etwa mit den Herausforderungen der historisch niedrigen Zinsen zurechtzukommen.

Das Gegenstück dazu ist rückgedeckte Unterstützungskasse, die auf den Kalkulationen einer Lebensversicherung basiert, somit auch alle aktuellen Schwierigkeiten wie insbesondere das Zinsdilemma (hohe Zinsgarantien für alte Verträge) auf die Unterstützungskasse überträgt.

Die bisherigen fünf Durchführungswege (Direktzusage, Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds und Unterstützungskasse) sollen nach dem Willen des Gesetzgebers um ein Tarifpartner-Modell ohne Arbeitgeberhaftung ergänzt werden. Wenn es darum geht, welches Versorgungssystem die Blaupause für den künftig 6. Durchführungsweg der Betriebsrente darstellen wird, spricht einiges für die pauschaldotierte Unterstützungskasse. Einige der Vorteile bislang neben der Freiheit bei der Kapitalanlage:
Nur bei einer Unterstützungskasse kann Gehalt ohne die sonst üblichen Höchstgrenzen Einkommensteuer mindernd für eine Betriebsrente verwendet werden.

Eine Unterstützungskasse ist von der Körperschaftssteuer befreit.
Die Lebenserwartung wird auf Basis individueller Sterbetafeln realistischer und praxisnäher errechnet und berücksichtigt Besonderheiten des jeweiligen Betriebes oder einer Branche.
Über den Pensionssicherungsverein sind die Ansprüche geschützt, auch wenn formal kein Rechtsanspruch darauf besteht.
Nach den bisherigen Plänen soll der 6. Durchführungsweg der Aufsicht durch die BaFin unterliegen. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass für die Kapitalanlage ein ähnlich starres Korsett vorgegeben wird wie für die Lebensversicherungen. Denn in einer Erklärung bezeichnete Ministerin Nahles die neue Betriebsrente als „eine Antwort auf die lange Niedrigzinsphase“. Nur Freiräume bei der Kapitalanlage schaffen Ausweichmöglichkeiten, wenn es mal mit einer Anlageklasse richtig schlecht läuft.
Bleibt das Thema Haftung. Auch bei der pauschaldotierten Unterstützungskasse gibt es diese Haftung noch: Zwar besteht kein Rechtsanspruch auf Leistungen der Unterstützungskasse selbst, wohl aber ein ersatzweiser Anspruch auf Leistungen des Arbeitgebers, sofern unverfallbare Ansprüche erworben wurden. Die Betriebsrenten-Reform würde Arbeitgeber diese Sorge nehmen, sofern per Tarifvertrag eine „neue Betriebsrente“ ohne Haftung und Garantien vereinbart wird.
Es ist daher zu erwarten, dass die Sozialpartner, also Arbeitgeber und Gewerkschaften, sich an den Erfahrungen der pauschaldotierten Unterstützungskasse orientieren werden, um den neuen 6. Durchführungsweg mit Leben zu füllen. Kein anderer der bisherigen Durchführungswege ist so nahe an dem dran, was Gesetzgeber sowie zahlreiche Vertreter der Wirtschaft sich für die neue Betriebsrente wünschen. Allerdings müssen auch typische Fehler der Unterstützungskasse vermieden werden. So ergab eine Studie der Kölner Pensionsmanagement GmbH (KPM), dass fast alle der rund 800 untersuchten Satzungen Fehler enthielten, die u.a. zu teurem Ärger mit dem Finanzamt führen können. Mehr dazu unter http://www.koelnerpm.de/unterstuetzungskasse
ÜBER…
Alexander Siegmund: Ist seit 2006 Geschäftsführer der Kölner Pensionsmanagement GmbH. Als Master Pension Management (M.A./MPM) und Betriebswirt der betrieblichen Altersversorgung (FH) ist Siegmund der einzige deutsche Rentenberater mit diesem Abschluss. Zusätzlich ist er Vorstand der phi Versorgungskasse e. V. sowie Gründungsmitglied und Vorstand des gemeinnützigen Vereins zur Förderung derbetrieblichen Altersversorgung e. V.
KOELNER PENSIONSANAGEMENT GMBH: Die Rentenberatungskanzlei Kölner Pensionsmanagement GmbH ist die Spezialistin für kreative Konzeptionen von zeitgemäßen und wirtschaftlichen Versorgungskonzepten für Unternehmen. Als einziger deutscher Rentenberater mit dem Hochschulabschluss Master Pension Management (M.A./MPM) und Betriebswirt für betriebliche Altersversorgung (FH) bietet Geschäftsführer Alexander Siegmund nabhängige, maßgeschneiderte und nachhaltige bAV-Lösungen an. Lösungen, die auf einem rechtssicheren Fundament stehen und mittelständischen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Mit dem eigens entwickelten Konzept der „Satzungsanalyse von Unterstützungskassen“ zeigt er seine Vorreiterrolle in der Entwicklung von rechtssicheren Versorgungskonzepten. www.koelnerpm.de

Riester-Rente: DWS reagiert endlich auf Kosten-Kritik

Die DWS, Deutschlands größte Fondsgesellschaft, reagiert auf die Kritik an der Riester-Rente: Ab 2016 kann die populäre „DWS Top Rente“ erstmals ganz ohne eingerechnete Abschlussprovisionen erworben werden.

Noch vor ein paar Jahren hatte sich die Deutsche-Bank-Tochter dagegen vor Gericht gewehrt. Kunden, denen bislang mit jeder Einzahlung Geld abgezogen wird, sollten nun aktiv werden, um die neue Regelung für sich nutzen zu können.

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Terror-Angst: Wann die Versicherung das Reise-Storno zahlt

Nach den jüngsten Terroranschlägen wird manchen Bundesbürgern mehr als mulmig zumute, wenn sie an ihren längst gebuchten Weihnachtsurlaub denken, etwa in Ägypten oder Tunesien.

Ohne Verluste stornieren lässt sich nur nach einer Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Ein Fall für die Reise-Rücktrittsversicherung? Ja, in Ausnahmefällen.

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Weihnachtsgeld: Wer es fordern kann, wer es zurückzahlen muss

Im November ist für viele Arbeitnehmer schon Bescherung: Sie bekommen das Weihnachtsgeld ausgezahlt. Andere hingegen erhalten nichts oder nur sehr wenig.

Wer hat eigentlich Anspruch auf Weihnachtsgeld, wie hoch muss es sein und in welchen Fällen kann es zurückgefordert werden? Lesen Sie hier die wichtigsten Regeln und Urteile.

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