Archiv der Kategorie: Finanznachrichten

Capco: Instant Payments – Karten im Markt für Zahlungsverkehr werden neu gemischt

Im November 2018 werden die ersten Instant Payment Systeme live gehen und könnten damit den gesamten Markt für Zahlungsverkehr verändern, berichtet Capco.

Die Laufzeit von Überweisungen wird sich dann von ein bis zwei Tagen auf wenige Sekunden verkürzen. Pünktlich zum November 2018 wird die EZB mit dem Target Instant Payment Settlement (TIPS) und dem European Banking Authority Clearing der Realtime Payment-Plattform RT1 Dienste zur Abwicklung der Echtzeitzahlungen anbieten. Doch auch andere Dienste stehen seit längerem in den Startlöchern. Für die Banken bedeutet dies, dass sie einerseits ihre IT-Infrastruktur auf Vordermann bringen, und andererseits schnell entscheiden müssen, wessen System sie nutzen möchten – denn die Uhr tickt bereits.

Dabei ist die Diskussion um Instant Payments gar nicht so neu: Bereits Ende 2015, als seitens des Gesetzgebers die entsprechenden Ankündigungen und Veröffentlichungen als fakultative Regulation bekanntgegeben wurden, mussten Banken sich mit den Herausforderungen beschäftigen. Treiber des Themas war damals in erster Linie die Verbraucherkommission und weniger die Finanz-Community. Die Grundidee: Verbraucher sollten künftig Geld ähnlich einer SMS versenden können – Zahlung jetzt und sofort. Künftig kann eine Zahlung dann binnen 15 Sekunden getätigt (getiert) werden und ist damit dann auch rechtlich bindend – im Unterschied zu Systemen wie Paypal, die lediglich eine Zahlungsgarantie darstellen. Auf Basis einer Initiative der European Banking Authority (EBA) und 39 finanzierenden Banken wurde die Entwicklung der notwendigen Infrastruktur ermöglicht. Im Frühjahr 2016 setzte die EBA schließlich Instant Payments als SEPA-Credit auf.

Die Laufzeit von Überweisungen wird sich auf wenige Sekunden verkürzen, Capco

Binnen Jahresfrist jedoch veränderte sich die Gesamtgemengelage, denn die EZB gab bekannt, dass sie im November 2018 als Service auf Basis TARGET eine eigene Instanttransaktion anbieten werden – und mit 0,02 Cent zu einem absolut massentauglichen Preis. Damit ist nun auf einen Schlag ein zweiter, massenkompatibler Konkurrenzstandard entstanden. Da das System TARGET bereits existiert und zu November 2018 „lediglich“ aufgerüstet wird, ist es als Dienst für viele Banken attraktiv, da sie bereits an TARGET angeschlossen sind.

Für die Institute keine leichte Situation, stehen sie doch jetzt vor der Frage, was sie tun sollen: Verfolgen sie SCT-Inst der EBA oder verlassen sie sich auf das optimierte TARGET-System? Hinzu kommt erheblicher Zeitdruck: Wer seinen Kunden im November 2018 ein solches Angebot bereitstellen will, muss jetzt mit der Entwicklung beginnen. Wir erwarten vor allem im Geschäfts- und Firmenkundenbereich eine Welle von innovativen Zahlungsverkehrsprodukten (Leistung und Preis). Zudem können die Institute massiv Kosten sparen in ihrem heutigen High-Value- und Echtzeit-Zahlungsverkehr.

Ein anderes Thema ist die unterschiedliche Modernität der Systemlandschaften der Insitute. Ab November 2018 werden Zahlungen binnen Minuten verbucht, aber in den Häusern noch nicht. Während u.a. Sparkassen und Postbanken bereits heute über solche Arten von Systemen verfügen, werden einige Institute Probleme bekommen, an dieser Stelle als  ahlungsverkehrsdienstleister mithalten zu können. Einige der größeren Banken müssen sich jetzt mit hoher Dringlichkeit damit beschäftigen, in der Echtzeitwelt mit ihren Systemlandschaften anzukommen – Gefahren lauern für jene, die die Zeichen der Digitalisierung an dieser Stelle zu lange ausblenden, so Capco.

Exporo: Dr. Knut Riesmeier neuer Geschäftsführer bei Exporo

Exporo hat den Immobilien- und Kapitalanlage-Experten, Dr. Knut Riesmeier an Bord geholt. Riesmeier übernimmt die Geschäftsführung der Exporo Investment GmbH mit Sitz in Hamburg. Die neu gegründete Gesellschaft wird zukünftig die Vermittlung des regulierten Finanzierungsgeschäfts unter dem Dach der Exporo AG betreiben.

Der Real Estate- und Finanz-Profi Riesmeier ist Aufsichtsrat und Beirat in verschiedenen Immobilien-Unternehmen und -Organisationen in Deutschland. Riesmeier war langjähriger Geschäftsführer der MEAG Munich ERGO Asset Management, Vermögensverwalter des DAX-30 Konzerns Munich Re, sowie der MEAG Kapitalanlagegesellschaft in München.

Mit der Exporo Investment GmbH wird der erfahrene Neuzugang die Anpassung digitaler Immobilien-Investments auf den voll regulierten Markt vorantreiben. So werden die Vorteile des Crowdinvesting auf die Anleihe übertragen und auch größervolumige Projekte angeboten, die der Prospektpflicht unterliegen.

„Ich freue mich auf die Aufgabe, gemeinsam mit Exporo deren nun fast vierjährige Erfahrung im Bereich Crowdinvesting auf die vollregulierte Welt zu übertragen und somit einen weiteren Meilenstein im Bereich digitales Investieren zu setzen“, so Dr. Knut Riesmeier, der darüber hinaus auch Ansprechpartner für institutionelle Anleger sein wird, deren Anlagebedürfnisse er genauestens kennt, berichtet Exporo.

Stephen Adam: Helaba

Stephen Adam leitet seit 1. Juli 2015 die Verbundbank der Helaba, übernimmt die Verantwortung für das Verbundgeschäft mit den Sparkassen in Hessen und Thüringen sowie in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland und folgt damit Dr. Ulrich Kirchhoff nach, der zum 30. Juni 2015 in den Ruhestand gegangen ist.

Vor seinem Wechsel zur Helaba war Adam (47) stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Vorderpfalz und leitete dort das FirmenCenter Ludwigshafen. Von 2001 bis 2010 war Adam für die Sparkasse Singen-Radolfzell tätig.

Die Leitung der Helaba-Verbundbank besteht jetzt neben Stephen Adam aus Christiane A. Müllers, zuständig für das Verbundgeschäft mit den Sparkassen in NRW, Nord- und Ostdeutschland, undChristian Schneider, zuständig für das Verbundgeschäft mit den Großsparkassen, das Eigengeschäftder Sparkassen sowie das Firmenkunden- und Privatkundengeschäft.

Daniel Thomas: HUK-COBURG

Die Aufsichtsräte der HUK-COBURG Versicherungsgruppe haben am Daniel Thomas (39) mit Wirkung zum 1. Januar 2016 zum stellvertretenden Vorstandsmitglied bestellt. Der studierte Wirtschaftsingenieur Thomas kam 2002 zur HUK-COBURG Versicherungsgruppe und war bislang in verschiedenen Funktionen tätig. Seine Tätigkeit als HUK24-Vorstandsmitglied läuft zum Ende des Jahres planmäßig aus. Ab 2016 wird er die Aufgaben Betriebsorganisation und IT von Jörn Sandig (63) übernehmen, der nach Auslaufen seines Vertrages Ende 2015 planmäßig in den Ruhestand treten wird.

Sarah Rössler (44) wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2015 zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt. Frau Rössler, seit 2013 stellvertretendes Vorstandsmitglied, hat im Vorstand die Verantwortung für Personal, Rechnungswesen, Controlling und Risikomanagement inne. Sie kam 2000 als Leiterin des Vorstandsbüros zur HUK-COBURG und wechselte 2005 in die Abteilung Rechnungswesen, deren Leitung sie 2006 übernahm.

Alexander Boldyreff: TeamBank AG

Der Aufsichtsrat der TeamBank AG hat Alexander Boldyreff (47) vorzeitig für weitere 5 Jahre bis Ende 2020 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt.

Boldyreff ist seit Januar 2011 Vorstandsvorsitzender der TeamBank, darüber hinaus u.a. Aufsichtsratsvorsitzender der Schufa Holding AG sowie Mitglied des Vorstandes im Bankenfachverband.

„Wir freuen uns, dass Alexander Boldyreff sich weiterhin für die Genossenschaftliche FinanzGruppe engagieren wird“, so Lars Hille,
Aufsichtsratsvorsitzender der TeamBank AG und Mitglied des Vorstandes der DZ BANK AG.

Michael Petmecky: SIGNAL IDUNA

Michael Petmecky (62) wird zum 1. Juli aus Altersgründen aus dem Vorstand der SIGNAL IDUNA Gruppe ausscheiden. Der Dipl.-Mathematiker und gebürtige Dortmunder gehörte dem Konzern-Vorstand seit dem 1. Juli 1999 an.

Petmecky verantwortete die Softwareentwicklung, den Hardwarebetrieb, die Datensicherheit, Betriebsorganisation und Haustechnik. Zudem war er zuständig für die allgemeine Verwaltung, das Inkasso und die Service-Center.

Den bisherigen Aufgabenbereich Petmeckys übernimmt Vorstandsmitglied Professor Dr. Markus Warg.

Tobias C. Pross: Allianz Global Investors

Tobias C. Pross wird ab 1. Juni 2015 als “Head of EMEA” die Verantwortung für das Geschäft von Allianz Global Investors in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) von George McKay übernehmen. Pross wird gleichzeitig Mitglied des Global Executive Committee von AllianzGI.

Tobias Pross kam 1999 zum Unternehmen und wurde 2008 zum Managing Director ernannt. Er hatte in dieser Zeit mehrere leitende Positionen in Vertrieb und Business Development inne, zuletzt als Leiter des institutionellen Geschäftes und schließlich als “Head of Distribution Europe”.

Elizabeth Corley, Global CEO von AllianzGI: “Wir freuen uns sehr darauf, dass Tobias Pross diesen wichtigen Bereich unseres Geschäftes leiten wird. Er hat seine Führungsqualitäten bei der Integration unserer lokalen Einheiten in EMEA in die globale Organisation bestätigt.“

Roman Theisen: InterRisk

Dieter Fröhlich, Vorstandsvorsitzender der InterRisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group, legt sein Mandat aus persönlichen Gründen zum 7. Mai 2015 nieder, wie das Unternehmen mitteilt.

Fröhlich bleibe der InterRisk aber in beratender Funktion verbunden. Zu seinem Nachfolger wurde Roman Theisen ernannt, der dem Vorstand bereits seit Mai 2001 angehört.

Markus Rieß: ERGO Versicherungsgruppe

Markus Rieß, noch Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG soll Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherungsgruppe AG werden. Wenn die Aufsichtsräte sowohl von ERGO als auch von ERGO-Großaktionär Munich Re zustimmen, wird der 49-jährige die Nachfolge von Torsten Oletzky am 1. Oktober 2015 antreten. Zeitgleich ist die Berufung in den Vorstand der Munich Re geplant.

Torsten Oletzky scheidet auf eigenen Wunsch, aus persönlichen Gründen und im besten Einvernehmen mit Ablauf des 31. Dezember 2015 aus dem Vorstand der ERGO aus, so eine ERGO-Pressmitteilung. Oletzky wurde 2004 in den Vorstand berufen und übernahm 2008 dessen Vorsitz.

Nikolaus von Bomhard, Vorsitzender des Aufsichtsrats der ERGO und Vorstandsvorsitzender von Munich Re zu der geplanten Personalveränderung: „Torsten Oletzky hat sich in seiner Amtszeit für ERGO bleibende Verdienste erworben. Mit Markus Rieß erhält ERGO einen Nachfolger im Vorstandsvorsitz, der seine Managementfähigkeiten in der Leitung des Marktführers in Deutschland in beeindruckender Weise unter Beweis gestellt hat.“

Vorsorgegarantie Plus: Zurich

Zurich bringt zum 1. April mit „Vorsorgegarantie Plus“  („Zukunftsrente select“ im Bankvertrieb) eine indexgebundene Rentenversicherung. Gegen einen Einmalbeitrag erhalten Zurich Kunden eine lebenslange Rentenzahlung. Alternativ können sie zum Ende der Vertragslaufzeit eine Kapitalauszahlung oder einen Mix aus Rente und Kapitalzahlung wählen.

Bei „Vorsorgegarantie Plus“ zahlen Kunden mindestens 10.000 Euro ein. Der eingezahlte Beitrag wird für mindestens zwölf Jahre steuerbegünstigt angelegt und ist wie die lebenslange
Mindestrente zum Rentenbeginn garantiert. Die Kunden können jährlich entscheiden, wie der Überschussanteil verwendet wird: Entweder werden die Überschüsse für das nächste Jahr ganz
konventionell erwirtschaftet oder aber mithilfe einer Beteiligung an einem Aktien-Index.

Die dritte Möglichkeit der Vorsorgegarantie Plus ist eine 50-50-Aufteilung zwischen klassischen Überschüssen und einer Indexbeteiligung. Einmal erhaltene und gutgeschriebene angerechnete Guthaben sind garantiert und bleiben dem Vertrag gutgeschrieben. Das erreichte Guthaben kann also nicht sinken. Der zugrunde liegende Basisindex ist der STOXX Global Select Dividend 100 Net Total Return Index.

„Die Indexbeteiligung bietet höhere Chancen als klassische Produkte im Niedrigzinsumfeld“, sagt Marcus Nagel, Zurich Vorstand für das Lebensversicherungsgeschäft.